Die Verfassung der römischen Republik

  Geschichte der römischen Republik und deren Verfassung:

Um 509 v. Chr. ging die Zeit der gewählten Könige Roms zu Ende. Der letzte jener Herrscher, Tarquinius Superbus, wurde vom römischen Volk vertrieben. Nun folgte die Zeit der Republik, die fast 500 Jahre andauern und Rom zu der Weltmacht der Antike machen sollte.

Die Verfassung sah folgendermaßen aus: Die Leitung des Staates übernahm der berittene Adel der Patrizier, die auch den Senat bildeten. An der Spitze standen wohl von Anfang an zwei gewählte Beamte mit Kommandogewalt (später „Consules“, bzw. Konsul genannt . Die Einjährigkeit des Amtes (Annuität) und die Gleichrangigkeit  (Kollegialität ) der Inhaber sollte Machtmissbrauch und Diktatur verhindern.        

Kriegslasten und Verschuldung führte zu Spannungen mit den Nicht-Patriziern, den Plebejern, deren Zahl sich durch Zuzug italischer Familien nach Rom ständig vergrößerte. Diese politisch minderberechtigten Plebejer wählten sich eigene Führer, die Volkstribunen, und schufen sich eine eigene Versammlung, die

Völker Italiens um 500 v. Chr.                                                                                                                      

„Concilia Plebis“. Durch kollektive Wehrdienstverweigerung setzten die schwerbewaffneten Fußtruppen um 450 v. Chr. eine Rechtskodifikation ( Zwölftafelgesetz ) durch und erreichten als Oberschicht der Plebejer die Eheerlaubnis mit den Patriziern sowie den Zutritt zu den Ämtern (367/366 zum Konsulat) und zu den Priestertümern (300 v. Chr.). 287 erhielten die Beschlüsse der Plebs allgemeine Gesetzeskraft. Das Ergebnis dieser „Ständekämpfe“ war die Bildung eines neuen Amtsadels, der Nobilität, dem jeder angehörte, der selbst oder dessen Vorfahren eines der höchsten Ämter bekleidet hatten. Die Vermehrung der Ämter führte im dritten Jahrhundert vor Christus zur Entwicklung einer festen Ämterlaufbahn, der „Cursus Honorum“.

Das Ende der Republik und damit der römischen Verfassung wird mit der Machtübernahme des Oktavian im Jahr 27 v. Chr. angesetzt.

Volker Arnke 01.10.2000